Du hörst es mitten in der Nacht: ein rhythmisches Kratzen. Es klingt, als grabe deine Katze einen Tunnel durch die Plastikwand. Warum kratzt meine Katze im Katzenklo? Meist ist das völlig normaler Instinkt, manchmal aber ein Hinweis, dass etwas nicht stimmt.
1. Der Urinstinkt: Spuren verbergen
Der häufigste Grund ist Instinkt. In der Natur vergräbt die Katze ihren Kot, um keine Duftspur für Feinde zu hinterlassen. Kratzt sie an der Wand, versucht sie instinktiv, "mehr Erde" von den Seiten zu holen, sie versteht nicht, dass Plastik nicht nachgibt. Oft ein Zeichen einer sehr gründlichen Katze.
2. Zu wenig Platz: Klo zu klein
Ist das Klo zu eng, stößt die Katze beim Drehen an die Wände und kratzt aus Frust die glatte Fläche. Faustregel: 1,5x die Körperlänge. Eine XXL-Schale stoppt das Wandkratzen oft sofort.
3. Zu wenig Streu
Hörst du ein hohes Kratzen direkt auf dem Boden? Dann ist die Füllhöhe zu niedrig. Die Katze trifft beim Graben sofort auf den Boden und findet kein Material zum Zudecken. Lösung: großzügig füllen, ideal 7 bis 10 cm.
4. Pfoten putzen: der "Fußmatten-Effekt"
Manchmal kratzt die Katze nach dem Geschäft am Rand oder an der Matte davor, um Streukrümel zwischen den Zehen loszuwerden. Eine Vorlegematte fängt die Streu sanfter auf, dann muss sie nicht am harten Rand kratzen.
5. Revier markieren
An den Pfotenballen sitzen Duftdrüsen. Durch Kratzen am Rand markiert die Katze das Klo als "ihres", oft im Mehrkatzenhaushalt oder nach der Reinigung, wenn es nicht mehr nach ihr riecht.
Wann eingreifen?
- Die Katze kratzt minutenlang verzweifelt (Streumenge und Klogröße prüfen).
- Sie deckt nicht zu, sondern kratzt nur die Wand (Klo oft zu klein oder riecht).
- Sie kratzt sich die Pfoten wund (Streu zu scharf?).
Ansonsten: nimm es als Kompliment, deine Katze ist einfach sehr gründlich. Passende, großzügige Modelle findest du in der Katzenklo-Kollektion.

